[Tutorial] Tipps und Tricks für ARAM

Vor einigen Wochen wurde während des Freljord-Events die neue Map „Heulender Abgrund“ in League of Legends eingeführt. Diese Map ist für den Spielmodus ARAM (all mid all random) gedacht und stellt Beschwörer häufig vor eine anspruchsvolle Aufgabe, da herkömmliche Taktiken in ARAM nicht wirklich funktionieren. Deshalb habe ich mal meine Tipps und Tricks bzw. Taktiken bezüglich ARAM zusammengefasst.
 

Vor dem Spiel:

Da man vor dem Spiel ohnehin keine große Möglichkeit hat auf die Championwahl Einfluss zu nehmen, gibts hier nicht viel zu sagen. Habt ihr einen Champion, mit dem ihr nicht besonders gut umgehen könnt, dann fragt nach, ob jemand Tauschen kann oder erwürfelt euch einen neuen Champion.
 
Aufgrund der verkürzten Spielzeit würde ich eher zu Runen mit x-Attribut pro Level anstatt die sogenannten Flat-Runes greifen. Dass einem manche Meisterschaften wie z.B. zähe Haut oder verbesserter Rückruf nicht viel bringen, sollte eigentlich einleuchtend sein. Deswegen unbedingt neue Meisterschaften anlegen.
 
Was die Beschwörerzauber betrifft benutze ich häufig Barriere, um ein größeres HP Polster zu haben, Heilung, um mich oder Gruppenmitglieder zu heilen oder Läuterung, um der ewigen „Rumgestunne“ in den Teamkämpfen aus dem Weg zu gehen.
 

Im Spiel, welche Gegenstände kaufen?

Welche Gegenstände man sich anfangs kaufen sollte, ist immer ein bisschen pseudo-wissenschaftlich. Da man nie vorhersehen kann, wie das Gegnerteam spielen wird (aggressiv, defensiv) bzw. wie gut sie ihre Champions beherrschen. 
Deswegen gibts da natürlich immer verschiedene Meinungen. Hier jetzt mal meine:
Generell spiele ich anfangs mit allen Champs grundsätzlich zweischneidig. Ich kaufe daher sowohl defensive als auch offensive Items. Da eignet sich Dorans z.B. immer ganz gut.
 
Merke ich dass das Gegnerteam nur auf den Deckel bekommt, verzichte ich auf defensive Gegenstände. Bekommt mein eigenes Team nur auf den Deckel lasse ich rein offensive Gegenstände meist links liegen und lege mir stattdessen höhere Resistenzen oder mehr Leben zu.
 

Anti-Poke Taktik (Janna den Hintern versohlen)

Gerade im Early Game hat man oft Schwierigkeiten mit Pokern. Genau dann verwende ich (neben Resistenzen) Gegenstände mit +Gold + Leben oder + Lebensreg. Denn ist das Gegnerteam ziemlich Fernkampflastig und das eigene Team sehr defensiv, macht sich der Goldvorteil durch die Golditems sehr schnell bemerkbar. Und kleinere Treffer werden durch die Lebensregeneration schnell wieder weggesteckt.
 
Hier sollte man auch versuchen, dafür zu sorgen, dass nicht zu viele Vasallen im eigenen Turm sterben. Deswegen probiert zumindest die feindlichen Vasallen mit euren Fähigkeiten zu töten, wenn ihr schon nicht an die feindlichen Champions kommt.
 

Anti-Stun Taktik (Amumu zum Weinen bringen)

Recht gefährlich, besonders in den frühen Phase des Spiels, sind die Stuns. Gerade wenn man noch nicht besonders viel HP oder Resistenzen besitzt, bedeutet Stun in Verbindung mit AoE meist den sicheren Tod. Wie ich Anfangs schon beschrieben habe hilft hier Läuterung enorm. Aber man kann natürlich auch mit Gegenständen wie der Quecksilberschärpe entgegenwirken. Man sollte aber seine Gegenstände auf den jeweiligen Stunchampion abstimmen. Ein Blitzcrank wird sehr schnell Kotzen, wenn sich wiedereinmal ein Grab wegen eurem Schleier der Todesfee in Wohlgefallen auflöst. Eine Schärpe ist hier z.B. nicht notwendig.
 

Die Tank-Taktik (Einen auf Garen machen)

Als Garen Spieler kennt man diese Situation ja oft. Man dreht sich wutenbrannt auf die Gegnergruppe zu und die Gegner lassen einen Links liegen, weil sie stattdessen Malzahar vermöbeln wollen. Auch in ARAM gilt es natürlich ein gefährliches Ziel zu fokusen. AD-Carries, Nuker, Supports, etc. Der Tank sollte meist als letztes aufs Korn genommen werden Es kommt aber immer wieder vor, dass andere Spieler auf den Tank anstatt die Schadensausteiler gehen. Dafür gibts in League of Legends 3 Gründe.
 
1. Die Spieler sind dumm
2. Der Tank ist der einzige in Angriffsreichweite
3. Der Tank stört das eigene Team durch Stuns, Roots etc.
 
Gerade die letzten beiden Punkte sind alltäglich in LoL. Wenn nunmal nur Rammus in Angriffsreichweite von Caitlyn ist, dann wird sie meist nicht ersteinmal 5 Sekunden um Rammus herumlaufen, um an Lulu zu kommen.  Sondern das einzige Ziel angreifen, welches in Reichweite ist. Deswegen ist es äußerst wichtig einen Tank im Team zu haben, der den Schaden, die CCs und Fähigkeiten der Feinde abfängt.
 
 
Jetzt kommt man allerdings immer wieder in Situationen in denen das eigene Team über keinen waschechten Tank verfügt. Genau hier begehen viele Spieler aber den Fehler, dann einfach ohne Tank zu spielen. Ohne Tank verliert man aber ein wichtiges Element zur Kontrolle der Gegnergruppe. Deswegen sollte immer einer den Aushilfstank spielen.
 
Da eine Vayne als Tank aber nicht viel Sinn macht, sollte der Aushilfstank-Champion folgende beiden Merkmale erfüllen:
 
– Nahkämpfer
– Fähigkeiten die Gegner nerven und ihre Wut auf einen zieht (z.B. Stuns, AoE-Schaden, etc.)
 
Als solcher muss man dann einfach nichts weiter tun, als in Teamfights die Initiative zu ergreifen.
Sollte das feindliche Team dann dennoch den Tank ignorieren und die gute Annie ins Ziel nehmen, sollte sich diese entweder ein Polster zulegen oder mit Zhonyas die Gegner ärgern.
 

Verkrüppelungstaktik (Darius‘ Geburtstagsparty)

Angenommen ihr befindet euch im Lategame in der Defensive. Ihr steht schon vor den Nexustürmen in eurer eigenen Basis. Während eines Teamkampfs wendet sich das Blatt und ihr zerlegt das halbe Gegnerteam, wodurch diese die Flucht antreten. Die meisten Teams machen dann genau folgenden Fehler: Sie töten die Gegner.
 
Wieso das ein Fehler ist fragt ihr euch? Das Gegnerteam ist durch den verpatzten Teamfight angeschlagen und kriecht am Boden. Versetzt ihr ihnen den Gnadenstoß, steht das gesamte Gegnerteam 30 Sekunden später wieder putzmunter zur Verteidigung in der Basis.
 
In diesen 30 Sekunden könnt ihr allerdings nicht genug pushen, da ihr meist zusammen mit euren Vasallen erst einmal die ganze Strecke von eurer Basis in die Gegnerbasis latschen müsst.

Deswegen folgendes Gedankenspiel:
Angenommen ihr lasst 3 Gegner mit wenig Trefferpunkten am Leben. Dann steht ihr 40 Sekunden später vor dem feindlichen Nexus und habt als gegnerische Verteidiger 2 starke (wiederbelebte) und die 3 geschwächte Feinde von eben vor euch. Zwar konnten die drei angeschlagenen Flüchtenden auf dem Rückweg ein paar Powerups einsammeln, aber selbst wenn sie alle einkassieren, reicht es kaum für einen aus, um wieder zur vollen stärke zu kommen.
 
Ihr nehmt also zuerst die geschwächten Gegner ins Visier und habt in wenigen Sekunden und nur mit minimaler Gegenwehr auf einen Schlag 3 Feinde aus dem Spiel genommen. Hättet ihr die 3 Gegner 40 Sekunden vorher in eurer Basis zur Strecke gebracht, würde der Teamkampf jetzt sehr viel schwieriger werden.
 
Ich hoffe ich konnte euch ein paar Anregungen für künftige ARAM Matches liefern.
By | 2015-08-27T11:08:45+00:00 Mai 26th, 2013|Blogging|0 Comments

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Mittlerweile junge, süße 29 Jahre alt, immer auf der Suche nach dem perfekten Videospiel und tollen Blogs. Mag schwarzen / versauten Humor und freut sich über den Porno, der kürzlich mit Google Glass aufgenommen wurde.

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