Werbung auf Facebook schalten: Erfahrungsbericht

Als Blogger sucht man ja oft nach Möglichkeiten, seine Leserschaft zu erweitern. Sei es durch SEO (Suchmaschinenoptimierung), durch das Knüpfen neuer Kontakte mit anderen Bloggern, Blogparaden, etc. Die meisten Maßnahmen sind zwar kostenlos, aber auch recht zeitaufwendig, unpassend für den Blog oder kompliziert. Möchte man sich den ganzen Stress ersparen, gibt es dafür eine einfache Lösung… für die man allerdings in die Tasche greifen muss: Man lässt Werbung schalten.

Problemfeld: Kosten

Was natürlich erst einmal abschreckend ist, ist die Tatsache, dass durch solche Maßnahmen Kosten entstehen. Zwar handelt es sich dabei meistens nicht um drei- oder höher stellige Beträge (außer man macht Werbung im Fernsehen – hihi), aber selbst „nur“ 15 Euro zu zahlen, empfinden viele als sehr abstoßend. Besonders deswegen, weil man ja nicht im Vorfeld weiß, was die Werbung im Endeffekt bringt. Könnte ich 1000 neue Leser garantieren, hätten wohl die wenigsten damit Probleme 15 Euro auf den Tisch zu legen. Aber mit Garantien ist das immer so eine Sache. Schaut man beispielsweise Facebook-Werbung an, wird dort damit geworben für jeden investierten Euro eine bestimmte Anzahl an Likes zu bekommen.

Das ist natürlich absoluter Unsinn, denn es werden nicht nur Likes in Rechnung gestellt, sondern auch normale Klicks und wie üblich das einfache Platzieren der Werbung. Jedesmal, wenn jemand die Werbung sieht, entstehen mir als Blogger, der FB beauftragt Werbung zu schalten, Kosten. Und das ohne, dass derjenige meine Werbung überhaupt bewusst wahrgenommen haben muss. Hat man also Pech, hat man 20 Euro gezahlt, aber keinen einzigen Like geschweige denn einen neuen Leser erhalten.

Ablauf der Facebook-Werbung

Aber erst einmal der Reihe nach. Wie funktioniert denn das Werben auf Facebook?

1. Nun, zuerst benötigt ihr eine Facebook-Seite für euren Blog / euer Unternehmen. Denn ihr könnt euren Blog nicht direkt bewerben, sondern nur eine Facebook-Seite. Das ist vermutlich kein großes Hindernis, da diese ja innerhalb weniger Klicks erstellt ist und viele Blogger ohnehin bereits eine Facebook-Seite besitzen.

2. Ruft ihr eure Facebook-Seite anschließend auf, seht ihr einen Button („Seite bewerben“), mit dessen Hilfe ihr Facebook beauftragen könnt, Werbung für eure Seite zu machen. Als Minimum werden dort 4,00 € pro Tag angegeben. Dahinter steht die Anzahl der „ungefähren“ Likes, die die Werbung erzielen wird. Beides ist allerdings so nicht ganz korrekt. Mehr dazu aber gleich.

3. Könnt ihr nun ein bestimmtes Zahlungsmittel verwenden. Die Optionen reichen von Paypal über Handyrechnung bis hin zur Kreditkarte und Sofortüberweisung. Man sollte an dieser Stelle erwähnen, dass der von FB angezeigte Betrag ohne Mehrwertsteuer angegeben wird. Deswegen muss man natürlich noch 19% aufschlagen.

4. Zuletzt sollte man noch angeben, von wann bis wann (Zeitrahmen) die Werbung gezeigt werden sollte.

5. Ihr könnt eure Werbung jetzt noch weiter spezifizieren. Denn in dem ihr euch nach Auftragsabgabe etwas in den Menüs des Werbemanagers bewegt, lässt sich noch festlegen, ob man statt der 4 Euro lieber ein selbstfestgelegtes Budget verwenden möchte, ob man den Zeitrahmen ändern möchte, etc. Wieso man z.B. nicht selbst im vorhinein einstellen kann, dass man statt der 4 Euro  nur 1 Euro oder 10 Euro zahlen mag, ist mir schleierhaft. Ebenso, wieso ich dort als Zeitangaben nur die PST in California angezeigt bekomme und deswegen jedesmal die Zeitangabe umrechnen muss.

Noch schleierhafter ist mir aber, wieso dieses Menü, in dem man sich gerade befindet, nicht das einzige ist. Es gibt etwas versteckt nämlich noch ein weiteres Menü. Klickt man links unten auf das Zahnrad und geht auf die „Erweiterten Einstellungen“, lässt sich die Werbung noch weiter spezialisieren. Man kann dort auswählen, wie die Werbebanner aussehen sollen oder wichtiger noch: Für wen die Werbung überhaupt sichtbar wird. Was nützt es, wenn eine 70 jährige Oma, deren Hobby es ist Porzellankätzchen zu sammeln, Werbung für meinen Blog gezeigt bekommt? Genau. Nichts!  Also habe ich die Zielgruppe dort auf Videospieler im Alter von 20-50 gestellt.

Die Einstellungen zur eigenen Werbung sind jedenfalls aufgrund der Umständlichkeit auf FB sehr untransparent.

Statistik – Erfolg der Facebookwerbung?

Immerhin lässt sich aber wenigstens der Erfolg der Werbung gut sichtbar in einer Statistik nachvollziehen. Es wird gezeigt, wie oft die Werbung bei irgendwelchen Nutzern in der Chronik (bzw. daneben) gezeigt wurde. Wie oft auf die Werbung geklickt wurde und wie oft geliked wurde. Nach gut 13 Euro wurde meine Facebook-Seite ungefähr 2000 Mal beworben, hatte 30 Aufrufe und 10 Likes erhalten. Entspricht also nicht Ansatzweise den ungefähren Angaben, die Facebook im voraus macht (es wurden 24-60 Likes angegeben). Dazu kam noch 2,99€ an Umsatzsteuer. Und schlussendlich 5 neue Besucher für meinen eigentlichen Blog. Das Ergebnis ist also relativ ernüchternd.

Sicher gibts da noch einige Feineinstellungen, die ich hätte treffen können, um die Werbung zu optimieren. Und auch habe ich bereits zahlreiche Berichte von Bloggern in anderen bereichen (Mode, Lifestyle) gelesen, die mit nur 4 Euro bessere Ergebnisse erzielt haben, als ich mit meinen 13 Euro. Aber es soll hier ja nur um meinen persönlichen Erfahrungsbericht gehen.

Hier gehts zur Begründung, wieso der Preis von Facebook-Werbung überteuert ist: Werbung auf Facebook Teil 2

Und wer wissen will, wie man einzelne Beiträge bewirbt und was dabei rumkommt, findet die Informationen in „Werbung auf Facebook Teil 3“

 

By | 2015-08-27T11:03:03+00:00 Oktober 15th, 2013|Blogging|45 Comments

About the Author:

Mittlerweile junge, süße 29 Jahre alt, immer auf der Suche nach dem perfekten Videospiel und tollen Blogs. Mag schwarzen / versauten Humor und freut sich über den Porno, der kürzlich mit Google Glass aufgenommen wurde.

45 Comments

  1. moep0r 15. Oktober 2013 at 12:59 - Reply

    Hmmm, facebook ist ja so eine Sache. Ich persoenlich folge wirklich nur sehr sehr wenigen Seiten dort. Der Grund dafuer ist aber auch, dass ich die Seiten meist ohnehin schon per RSS abonniert habe und mir sonst einfach der (von facebook vorgefilterte(?)) Feed sonst platzen wuerde. Hinzu kommt die Vergaenglichkeit von facebook: Nach einer Woche wird die Beitraege niemand mehr lesen und selbst wenn man wollte koennte man sie dank einer fehlenden Suchfunktion nur durch ewiges Scrollen finden.
    Deswegen habe ich fuer meinen Blog auch noch keine Werbung geschaltet. (Um mal zum Thema zurueckzukommen ^^) Ich hatte allerdings auch schon geahnt, dass das nicht so richtig klappt und ich denke deine Erfahrung wuerde meiner ziemlich aehneln. Aber wir machen das hier ja zum Glueck auch alles nur aus Spass und sind gar nicht auf droelfzigtausend Leser angewiesen!

  2. neontrauma 15. Oktober 2013 at 13:53 - Reply

    Danke für den Erfahrungsbericht! Ich habe für Ikiru zwar auch eine Fanseite auf facebook, bewerbe die aber nur kostenlos, indem ich ab und an mit meinem persönlichen Profil deren Inhalte teile. Die Werbekosten finde ich relativ hoch – dafür, dass ich selber zum Beispiel nie auf facebook-Anzeigen klicke und da mit nicht viel Resonanz rechnen würde.
    Interagieren die paar neuen Fans denn – liken sie etwa auch weiterhin Beiträge?

  3. Chrissy 15. Oktober 2013 at 17:10 - Reply

    Wow, da kann man ja arm dran werden!

    Ich denke die Ladies haben mit ihren vier Euro mehr Nutzen gehabt, weil allgemein deren Bereich mehr „gefragt“ ist.

    Dein Beitrag war interessant zu lesen. Wusste gar nicht, dass das „so einfach“ möglich ist auf Facebook zu werben.

    • Phinphin 16. Oktober 2013 at 11:00 - Reply

      Wenns halt nur die Ladies gewesen wären, hät ich das so schon unterschrieben. Aber Theolunke hat ja auf seinem Blog auch ein eher spezielles Thema und trotzdem viel Erfolg mit der Werbung gehabt.

  4. Ellen 16. Oktober 2013 at 10:38 - Reply

    Ich hatte mir auch schonmal überlegt für „klug geschlussvolkert“ auf facebook zu werben. Nach deinem Bericht kann ich mir das aber wohl sparen. Hast du auch schon Erfahrung mit google-adverts?

    Mein Plan ist in Zukunft mehr persönlich zu networken. D.h. ich besuche Veranstaltungen, komme mit Leuten in Kontakt und verteile meine Visistenkarten. Das hat bisher ganz gut funktioniert, vor allem weil man häufig auch Leute erreicht, die bisher überhaupt keinen Kontakt zu Bloggern hatten.

    Zwar ein Bauernfänger, aber wenigstens einer der funktioniert, sind halt Blog-Gewinnspiele. Die bewerbe ich dann in allen möglichen (Blogger-)Foren. Das bringt in der Regel 3mal mehr Klicks als ein „normaler“ Artikel. Theoretisch könnte man auch in den Teilnahmebedingungen festlegen, dass man zwingend Follower (auf FB, Bloglovin…) sein oder werden muss um gewinnen zu können. Das ist mir aber zu blöd.

    Wieviele Besucher hast du denn so durchschnittlich im Monat auf deiner Seite? Würd mich mal interessieren.

    VG, Ellen

    • Phinphin 16. Oktober 2013 at 11:05 - Reply

      Mit Adverts habe ich mich noch nicht befasst. Also: Nein 🙂
      Gewinnspiele sind zwar ganz nett, aber oft muss man ja auch dafür erst einmal in die Tasche greifen oder verscherbelt Gutscheine / Geschenke, die man durch sponsored Posts erhalten hat. Das ist für einzelne Beiträge ganz okay, aber auf Dauer nicht so meine Sache. Da hab ich auch zuviel Angst, dass die Qualität bzw. das Ansehen des Blogs darunter leidet.

      Anders wäre es für mich, wenn ich private Sachen verschenken könnte. Z.B. mein Lieblingsbuch oder Deko Artikel aus unserem Wohnzimmer etc.

      Ich habe derzeit ungefähr 1400 Besucher im Monat.

      • Ellen 16. Oktober 2013 at 13:14 - Reply

        Ja das stimmt, bei den Gewinnspielen muss man ein wenig aufpassen, dass man sich nicht für ein paar Geschenke verkauft.

        Ich mach es in der Regel so, dass ich Unternehmen anschreibe über deren Produkt (oder Shop) ich bereits auf eigene Kosten gebloggt habe und nach einer Kooperation für ein Gewinnspiel frage. Bisher habe ich fast immer positive Antworten (ohne Bedingungen o. Ä.) bekommen.

        • Phinphin 16. Oktober 2013 at 13:38 - Reply

          Ich sollte wohl öfter über Banken bloggen 😀

  5. Sabrina 16. Oktober 2013 at 16:41 - Reply

    cool, danke für den bericht.
    hab mich nämlich schon öfter gefragt ob ichs mal versuchen soll 🙂

  6. Poly 16. Oktober 2013 at 17:30 - Reply

    Interessanter Beitrag! Schade, dass es so wenig bringt, aber zumindest konntest du andere damit warnen. Das Netzwerken, so wie Ellen es erwähnte, halte ich auch für eine etwas bessere Methode, aber die ist natürlich auch mit mehr Arbeit verbunden.

    • Phinphin 18. Oktober 2013 at 11:16 - Reply

      Online netzwerken – kein Problem. Aber so im wirklichen Leben wüsst ich nicht, wo ich meine Visitenkarten verteilen sollte 🙁 Wobei… leiht mir mal jemand schnell 50.000€ für meinen eigenen Gamescom-Stand?

  7. Steph 18. Oktober 2013 at 10:24 - Reply

    Sehr interessanter Bericht! Hab mich immer gefragt ob es denn wirklich etwas bringt. Anscheinend lohnt es sich echt nicht… Facebook ist ja eh immer so ne Sache… Da bringt es ja schon mehr auf anderen Blogs Kommentare zu hinterlassen. Und Gott weiss, dass das schon nicht viel „einbringt“ 😀

    übrigens: die Happy Meal Figuren müsste es eigentlich momentan noch geben 🙂 also ganz schnell zugreifen! ^^

    • Phinphin 18. Oktober 2013 at 11:18 - Reply

      Ich wollte heute oder morgen sowieso mal bei McDonalds vorbeischauen. Allerdings esse ich kein Happy Meal. Muss mal schauen, ob ich mir trotzdem eins kaufe. Danke für den Tipp 🙂

      Ich finde ja, wenn man auf anderen Blogs häufig kommentiert, dann mag das zwar nicht viele Besucher geben, dafür aber sehr treue Leser.

      • Igor 27. Oktober 2013 at 20:36 - Reply

        Und treue Leser, die zumindest ab und an auch mal einen Kommentar hinterlassen sind viel mehr wert ;). Mal wieder ein klasse Beitrag, danke!

  8. TomTom 23. Oktober 2013 at 19:43 - Reply

    Danke für den Bericht, ich wusste überhaupt nicht dass man auch Werbung mit sehr geringem Budget schalten kann (im Berreich einiger weniger Euro). Ich werde trotz deiner schlechten Erfahrungen selbst einen Versuch auf Facebook starten, kombiniert mit einem kleinen Gewinnspiel dass ich schon länger plane. Die Gegenstände die ich im Gewinnspiel anbiete, hatte ich ohnehin schon und hätte sie ansonsten verschenkt.

    • Phinphin 25. Oktober 2013 at 11:24 - Reply

      Tolle Idee so wirklich private Dinge zu verschenken 🙂 Da sollten sich andere Blogger mal ein Beispiel dran nehmen.

  9. Vodkaredbull 12. Dezember 2013 at 09:54 - Reply

    Das ist doch ein super Ergebnis… ich verstehe nicht was an 2000 Impressionen, 30 tatsächlichen aufrufen und 10 likes schlecht sein soll! Das sind eig sogar sehr gute Ergebnisse!
    Glauben Sie das wenn Sie z.B. durch Flyer Beigabe zu einer aktuellen Tageszeitung mehr tatsächliche Ergebnisse haben? Da müssen Sie mal locker 5000 verteilen / beilegen lassen um im Endeffekt auch „nur“ 30 Besuche zu haben.
    Allerdings ist diese Form der Werbung wesentlich teurer als die 13€ die Sie hier bezahlt haben… 😉

    Mfg 🙂

  10. Alexander Hilliger 7. Januar 2014 at 02:45 - Reply

    Vielen Dank für den interessanten Bericht. Ich habe nun auch einige Zeit mit dem Facebook-Werbemanager verbracht und völlig verschiedene Ergebnisse in Kampagnen erreicht. Mir scheint es kommt wirklich sehr stark darauf an, welches Thema beworben wird.

    Eine meiner Kampagnen für eine Facebook-Seite die sich mit Joomla-Templates beschäftigt, erzielte teure 2$ pro Like und die Reichweite war nur sehr klein. Dann erstellte ich eine Sprüche-Seite mit einem kleinen Maskottchen (DracheLikey). Diese Seite habe ich auch beworben und für diese Seite konnte ich günstige Like-Kosten von 11 cent pro Like (!!) erzielen. Stellenweiße erreichte ich mit einer Kampagne in Höhe von 40$ über 300 Likes. Wieso das so ist, kann ich mir nicht erklären. Jedenfalls habe ich mir die Kampagnen-Einstellungen und Schlüsselwörter gespeichert und nutze nun immer genau diese Einstellungen um kostengünstige Likes zu erhalten. Die Nutzer die ich über diese Werbung erreiche sind auch sehr interaktiv und erzeugen viel Interaktion (Teilen, Likes, Kommentare) auf der Seite, was die Anzahl er „sprechen darüber“ sogar über die Zahl der Likes stiegen lies (derzeit 699 Likes und 806 sprechen darüber). Bei vielen Seiten sind die Likes zwar hoch, aber die viel wichtigere Angabe „sprechen darüber“ liegt im zweistelligen Bereich.

    Leider ist die Art der geschalteten Werbe-Anzeigen bei Facebook relativ undurchsichtig. Ich habe keine Möglichkeit zu verstehen, wieso eine Kampagne Likes für 2$ erzeugt und eine andere Likes für 11 cents.

    Zudem glaube ich dass die Kampagnen „Seite hervorheben“ und „bewirb Deine Seite“ zwei völlig verschiedene Werbe-Ansätze verfolgen und anders ablaufen.

    • Phinphin 12. Januar 2014 at 22:53 - Reply

      Letzteres kam mir auch so vor. Erst recht deswegen, weil ich bei beiden völlig unterschiedliche Optionen zur Auswahl hatte. Die Sache mit den Likes, finde ich jetzt nicht sooo tragisch. Aber wenn beide Kampagnen gleich viel gekostet haben, dafür aber unterschiedliche Reichweiten hatten, dann kann irgendwo etwas nicht stimmen.

      Wenn ich 15 Euro zahle und 2000 Anzeigen bekomme und kurz darauf für eine andere Seite für 15 Euro 10.000 Anzeigen bekomme, ist das reine Willkür.

  11. Smi Tefau 14. Januar 2014 at 17:03 - Reply

    sehr interessanter beitrag. ich kann dir leider nicht sagen wie die werbeanzeigen zu deinem zeitpunkt waren, aber inzwischen hat sich zu deinem beschriebenen zustand echt einiges geändert. du solltest vllt noch einmal reinschauen 🙂

    wir haben hier in der agentur mit dem 10 fachen budget ca 800-1000 likes für einen kunden generiert. so abwegig ist werbung auf facebook nicht, sie ist glaube ich nur nicht so geeignet für das ein oder andere thema.

    ich werde demnächst aber einen selbstversuch durchführen und selbst werbung für meine facebook seite schalten. mal schauen wie meine erfahrungen so sein werden 🙂

    • Phinphin 15. Januar 2014 at 08:08 - Reply

      Vielen Dank 🙂
      Die Likes sind mir aber bei meiner Kritik noch relativ egal. Darauf hat Facebook auch gar keinen großen Einfluss, da es so ist wie du sagst, dass es auf das Thema ankommt. Worauf Facebook aber sehr wohl Einfluss hat, ist die Häufigkeit der geschalteten Werbung. Und die ist, im Vergleich zu Konkurrenten, für diese Kosten viel zu niedrig.

  12. Yvonne 13. März 2014 at 12:51 - Reply

    Ich habe auch für unser Unternehmen eine Anzeige geschalten. Was ich mich auch frage ist, warum ich sie mit meinem privaten Profil nicht sehen kann.. Ich bin in der Zielgruppe, aber bekomme die Werbung nicht angezeigt. Vermutlich sehen das einfach immer nur ein paar in der Zielgruppe und nicht wirklich alle. Das mit den Preisen ist mir auch schleierhaft. Naja, ich warte jetzt mal ab. Haben nun seit gestern 5 Likes mehr auf unserer Seite – wenn das dann noch geeignete Bewerber sind, hat es sich ja schonmal gelohnt… 🙂

    • Phinphin 13. März 2014 at 18:32 - Reply

      Ich gehe mal davon aus, dass die Zielgruppe aus zwischen 10.000 und 500.000 Personen besteht. Wenn dann die Werbung nur 2000 Mal geschaltet wird, ist die Wahrscheinlichkeit sie selbst zu sehen doch recht gering 🙂

  13. Eda 18. März 2014 at 09:37 - Reply

    Danke für den Beitrag aber interessant finde ich, dass das – in meinen Augen – größte Problem nicht thematisiert wird: wer garantiert mir, dass diese ganzen Likes und Fans überhaupt echt sind?

    Wenn ich irgendwo im Internet Werbung schalte, kann ich an Hand der Besucherzahlen auf meiner Seite sehen, wie viel die Werbung gebracht hat.
    Bei Facebook muss ich mich auf die Zahlen von Facebook selbst verlassen (also dem, den ich für die Werbung bezahle), wie erfolgreich die Werbung war.

    Eine Übersicht über alle Fans stellt Facebook ohnehin nicht mehr bereit. Also kann da munter die Anzahl an Fans steigen und ich habe keine Chance zu prüfen, ob hinter dem Fan a) überhaupt jemand steht, b) ob da jemand ist, aber offensichtlich ein Fake oder c) tatsächlich ein realer Nutzer.

    Das ist eigentlich für mich der Hauptgrund, der mich von Werbung auf Facebook bisher abschreckt.
    Der organische Wachstum der Fanbasis ist zwar langsam, aber dafür weiß man, dass das echte Leute sind, die tatsächlich Interesse in die eigene Dienstleistung / das Produkt haben.

    Manchmal habe ich das Gefühl, von den 1 Mrd. Facebook-Nutzern ist nur ein Bruchteil echt.

    • Phinphin 18. März 2014 at 17:04 - Reply

      Das mit den Besucherzahlen auf der Facebookpage, die nicht gleich den Besucherzahlen auf deiner beworbenen Homepage sind, habe ich doch angesprochen 🙂
      Dass manche bzw. viele Besucher gar keine richtigen Besucher sind, sondern Bots, hast du allerdings auch abseits von Facebook genau so. Das ist also kein facebookspezifisches Problem, weswegen ich es auch nicht thematisiert habe. Solange du nicht jeden einzelnen Besucher per Handschlag grüßen kannst, gibt dir auch Google Analytics und Co. keine Gewährleistung, dass die Besucher echt sind.
      Was die „Gefällt mir“ Angaben betreffen, kannst du immerhin Stichprobenartig sehen (je nach Privatsphäreeinstellung des Likers) ob da echte Menschen dahinter stehen, oder nicht. Das kann ich auch verstehen, schließlich verlangst du von deinen Besuchern auf deiner Homepage auch nicht, dass sie persönliche Angaben hinterlassen. Aber 100%ige Gewissheit gibts auch da nicht.

      • Eda 18. März 2014 at 17:54 - Reply

        Natürlich kann man Bots nicht ausschließen. Aber bei klassicher Werbung sehe ich dank Analytics-Software die Interaktion mit meiner Homepage und das ist hilfreich – und wenn zB in einem Shop messbar mehr Besucher sind und mehr Umsatz generiert wird, reicht mir das als Maßstab.

        Solange ich mich komplett auf die Angaben des Werbeanbieters verlassen muss, hinterlässt das bei mir Zweifel. Aber ok – vielleicht betrachte ich die Facebook Werbung insgesamt einfach skeptischer, als du.

        Folgender Beitrag ist in dem Zusammenhang auch interessant::
        http://oygo.com/blog/2014/02/11/facebook-werbung-kommen-die-meisten-fans-von-like-farmen/

        • Phinphin 18. März 2014 at 18:49 - Reply

          Du darfst mich nicht missverstehen, ich halte die Bezahl-Werbung über Facebook für ziemlich unnütz. Das hängt zum einen damit zusammen, dass zwar die Reichweite recht groß sein kann, aber bloß weil jemand die Werbung sieht, heißt das noch lange nicht, dass er sich mit dem Produkt beschäftigt.

          Zum anderen damit, dass eben keine direkte Werbung für Shops, Blogs oder Homepages stattfindet, sondern stattdessen immer nur für die entsprechende Fanpage. Selbst wenn ich 20.000 Likes habe, heißt das nicht, dass dadurch eine Interaktion mit meinem Blog stattfindet. Sondern nur, dass meine Fanpage halt 20.000 Likes hat.

          Deswegen ist mir die klassische Werbung auch lieber. Aber die Frage inwiefern die Zahlen bei Facebook richtig oder falsch sind, stelle ich mir erst gar nicht, weil der Grundgedanke, der hinter dem Facebook-Fanpage-Werbungs-System steht, meiner Meinung nach schon falsch ist.

      • Katharina 27. März 2014 at 12:45 - Reply

        ich hab durch ein paar Kampagnen ein paar neue Likes bekommen – und hinter keinem einzigen davon steckt offenbar eine reale oder gar interessierte Person. Ich investier mein Geld wirklich besser anderweitig als darin, dass Facebook meine Postings ein paar Fake-Konten anzeigt. Und dein Erfahrungsbericht gibt mir zusätzlich recht.

  14. Thomas 19. April 2014 at 11:49 - Reply

    Im großen und ganzen gehört Social Media Marketing einfach zu einem gesunden Marketing-Mix und wird einfach immer wichtiger. Was viele einfach nur ärgert ist das bei man bei Facebook ohne Ad’s überhaupt keine Reichweite mehr generieren kann und folglich dazu genötigt ist Anzeigen zu schalten. Aber im Bezug auf Kundenbindung gibt es einfach nichts besseres wie die Sozialen Kanäle. Und man sieht das mittlerweile auch daran das jede Marketing-Agentur Social Media anbietet. Sogar bei Preisvergleichen kann man mittlerweile Agenturen für seine Planung bieten lassen.

  15. Weinhaus Vogler 7. Mai 2014 at 11:33 - Reply

    Hallo,

    wir haben einen Online-Shop und uns auch dazu entschlossen die Werbeanzeigen in Facebook einmal im Selbstversuch zu testen, nachdem ich im Internet geteilte Meinungen zu dem Thema fand.

    Der erste Versuch läuft 5 Tage und ist derzeit gerade am Laufen. Ich schreibe aber jetzt schon die Erfahrungen für jeden Tag … also wer schon neugierig ist kann hier bereits nachlesen.
    Das Fazit folgt natürlich nach Ablauf der Versuchsphase.

    Viele Grüße
    das Weinhaus-Vogler

  16. K. S. 25. Juni 2014 at 15:46 - Reply

    Die Aussage „es lohnt sich nicht“ kann ich eigentlich nicht unterstützen. Meine Werbung läuft heute seit genau einem Tag und meine Seite hat jetzt schon 20 likes mehr… Das Pensum 4-16 likes ist also sogar schon überschritten. Für mich hat sichs jetzt schon gelohnt ^^

  17. Michaela 29. Juni 2014 at 17:20 - Reply

    Mein Mann und ich lassen uns einen Onlineshop erstellen und jetzt bin ich mir nicht sicher ob wir vll. im vorhinein schon mal die Facebook-Seite aktivieren sollten und schon mal Werbung schalten. Macht das Sinn? Oder sollen wir noch warten bis unser Shop verfügbar ist?

    P.S. Wie viel investiert Ihr im Monat so?

  18. Bikersbean 30. Juni 2014 at 21:41 - Reply

    Wieviel Ihr so pro Monat investiert, würde mich auch interessieren.

  19. Jay 27. Juli 2014 at 17:51 - Reply

    Also ich muss ganz ehrlich gestehen das diese ganze Social Media Geschichte total überschätzt wird, denn ich habe das auch schon öffters für Projekte genutzt und ich war mit den Ergebnissen nicht zufrieden. Lieber steckte ich mein Geld lieber in und habe dann wenigstens langfristig etwas von dem investierten Geld.

  20. Peter Bach jr. 30. Mai 2015 at 17:53 - Reply

    Hallo,

    nicht nur der Beitrag ist hervorragend und hilft mir sehr bei der Vorbereitung, selbst Anzeigen bei FB zu schalten: auch die Beiträge anschließend sind eine tolle Quelle für Erfahrungen Dritter inklusiv weiterer Tipps. Super. Bin beigeistert und ich komme sicher wieder. Dankeschön

    Peter

  21. Raphael Einetter 31. Januar 2016 at 02:08 - Reply

    Im Prinzip ist es recht einfach. Sind die Leute mit denen ich in Kontakt treten will hauptsächlich auf Facebook unterwegs, oder nicht?

  22. Oueslati 17. November 2016 at 17:35 - Reply

    Also ich bewerbe gerade meinen Online-Shop über Facebook und habe da meinen Zweifel!
    Mir kommt es vor, als ob diese Likes gefaket sind. Ich denke vielleicht sitzen da Leute, die von Facebook bezahlt werden, damit sie diese Seiten liken. oder liege ich da falsch?

    • Phinphin 23. November 2016 at 17:52 - Reply

      Es gibt zumindest Unternehmen, über die man sich „Likes kaufen kann“. Die meisten, die meine Seite liken, kenne ich oder stand schonmal im Kontakt mit ihnen. Von daher glaube ich nicht, dass das Fakes sind.

  23. Stefan 22. Januar 2017 at 12:05 - Reply

    Ich finde es gut dass dein Artikel sehr objektiv gehalten ist. Ich habe gestern mal einen Beitrag für 4 Tage beworben, für unter 10€ um es mal anzutesten. Ich bin allerdings auch bereits insgesamt etwa 30€ darein zu investieren, lediglich um zu sehen wie effektiv es sein kann oder eben auch nicht.
    Wenn ich jetzt nach ein paar Stunden rein schaue hat mein Beitrag etwa 280 Leute erreicht, davon haben aber nur 4 Leute auf die Werbung geklickt. Also 0,014 %, das ist natürlich wenig. Facebook hat mir angezeigt dass der Beitrag zwischen 1600 und 4300 Leute angezeigt wird. Angenommen mich erwischt der Mittelwert also 2950 Leute wären das bei 0,014 % satte 41,3 Menschen. Also 41.
    Diese waren dann aber nur auf meiner Facebookseite, nicht auf der eigentlichen Seite auf der ich die Menschen gerne hätte.
    Alles in Allem finde ich die Zahlen bisher auch eher ernüchternd aber wiegesagt, ich bleibe da erst noch mal dran und jetzt lese ich deinen zweiten Teil weiter 😉

    Grüße
    Stefan

    • Phinphin 22. Januar 2017 at 12:08 - Reply

      Viel Spaß 🙂 Was halt funktionieren soll – laut Aussagen einiger Werbenden – sind Clickbaits oder Videos, die beworben werden.

  24. Jo 6. Februar 2017 at 22:48 - Reply

    Hallo Phinphin,

    Du hast einen super Artikel geschrieben !!!!!!

    Facebook war mir vom ersten Tag an unsympatisch.
    Jetzt weiß ich warum.
    Eine Frage quält mich aber nachts : Weshalb freuen sich alle über diese Likes ?
    Hat der Weinhändler dadurch eine Flasche verkauft ?
    Ich habe auch auf seiner Webseite nichts davon gelesen.
    Wenn ich Facebook-Seiten von Bekannten ansehe, fällt mir auf : Wie im Chor versenden immer die selben Namen zu jedem neuen Eintrag diese Likes.
    Kann ja sein, daß das den Leuten zum Leben reicht.
    Apropos Leben : Dein Blog ist Klasse und ein hilfreiche Kommunikation,
    ich würde ein Buch darüber machen.
    Jo

    • Phinphin 7. Februar 2017 at 10:23 - Reply

      Danke für das Lob. Likes erhöhen die Reichweite der Facebook-Posts. Jedes Mal, wenn ich einen Beitrag über Facebook teile, bekommen diejenigen, die meine Seite geliked haben, den Beitrag in den Neuigkeiten angezeigt (jedenfalls war es früher so). Jedesmal, wenn sie meinen Beitrag liken, bekommen deren Freunde meinen Beitrag in den Neuigkeiten angezeigt. Facebook ist dadurch neben den Suchmaschinen, die einzige Plattform, die einen nennenswerte Anzahl neuer Besucher auf meine Seite bringt.

  25. Jo 7. Februar 2017 at 21:27 - Reply

    Ist mir bisher durch die Maschen gegangen, weil ich keinen Blog mache.
    Ich mache Projekte und verkaufe sie. Wenn ich da über jeden Schritt einen
    Beitrag mache würde ? —– Ich werde drüber nachdenken.
    Aber meine Kunden sind nicht bei FB.

Leave A Comment