Battlefield 4 – Open Developement, bitte nicht!

Wer sich in den vergangenen Tagen bei Battlefield 4 eingeloggt hatte, wird es vermutlich schon festgestellt haben: Es finden Umfragen dazu statt, ob Waffe XY verstärkt werden soll und Fahrzeug WZ abgeschwächt. Die Community soll über das Balancing entscheiden. Wir sprechen hier von der gleichen Community, die die Foren mit Beleidigungen zupflastert. Die sich ernsthaft darüber beschwert, dass die Angriffsboote zu schwach gegen Lufteinheiten sind und die der Ansicht ist, dass Granatwerfer oder Raketenwerfer gegen Infanterie verboten gehört.

Der Pöbel entscheidet

Ja, ihr lest richtig. Die ignorante Masse soll wirklich darüber entscheiden, welche Dinge verstärkt oder abgeschwächt werden sollten. Das ist keine gute Idee. Vielleicht wollte sich DICE die Gunst der Spieler zurückholen. Vielleichten wollten sie auch einfach nicht mehr die Schuldigen für Balanceprobleme sein (die Community wollte es ja so). Es gibt natürlich durchaus Situationen, in denen das Open Developement sehr sinnvoll ist. Preisgestaltung, die Frage nach dem Setting zukünftiger Maps, Wettbewerbe bezüglich neuer Spielideen oder Fahrzeugmodells, etc.

Aber um Balancing oder wirklich tiefgreifende Spieleingriffe durchführen zu können, benötigt man Wissen und Weitsicht. Beides hat die Masse aber nicht. Die Community entscheidet hauptsächlich nach Präferenzen. Ist man z.B. gerne im Panzer, dann sind alle Kampfhubschrauber und Raketenwerfer viel zu stark. Und überhaupt, kann man nicht diese nervigen Minen rauspatchen?

Selbst wenn die Änderungen nicht zu tiefgreifend sind, müssen sie trotzdem nicht besonders sinnvoll sein. Unter anderem die Frage, ob man den Angriffsbooten nicht zusätzliche Luftabwehrfähigkeiten geben soll. Ob ich als Pilot jetzt von dem Boot oder dem Luftabwehrpanzer auseinandergenommen werde, ist mir schnuppe. Ich bezweifel auch, dass danach viele Leute, statt der Antipersonen / Antifahrzeug-Kannonen auf Luftabwehr in den Booten umsteigen werden.

Aber brauch ich denn auf irgendeiner Karte zusätzliche Luftabwehr? Paracel hat schon einen AA-Panzer und mehr als genügend Jets. Der Damm ist mit AA ebenfalls übersättigt. Von der Unnötigkeit zusätzlicher AA auf Hainan ganz zu schweigen. Das mag sich mit zukünftigen Maps sicher ändern, aber jetzt an dieser Stelle würde eine Verschiebung zu Lasten des Flugparks einfach nur unnötig sein.

Die 90% Bodeneinheiten wirds freuen, die wenigen Piloten eher nicht.

By | 2015-08-27T10:58:59+00:00 Januar 29th, 2014|Blogging|3 Comments

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Mittlerweile junge, süße 29 Jahre alt, immer auf der Suche nach dem perfekten Videospiel und tollen Blogs. Mag schwarzen / versauten Humor und freut sich über den Porno, der kürzlich mit Google Glass aufgenommen wurde.

3 Comments

  1. Jens 31. Januar 2014 at 14:39 - Reply

    Ach herrje, davon habe ich ja gar nichts zuvor mitbekommen. Harte Worte von dir, aber ich glaube auch, dass die Battlefield-Community für solche tiefgreifenderen Balancing-Geschichten nicht die beste ist. Bei DayZ würde das wohl anders ausschauen. Aber es liegt echt auf der Hand, dass viele (die meisten?) hier eher das Balancing nach ihrem eigenen Stil modifiziert haben wollen, um einen Vorteil zu erringen als das Spiel an sich im Blick zu haben. Das hätten die Entwickler auch vorher wissen können…

  2. Jonathan 7. Februar 2014 at 23:42 - Reply

    Balancing ist glaube ich der Albtraum aller Game-devs.

    Die Sache in die Hände der Community zu legen kann ja auch in verschiedenen Graden geschehen. Vielleicht gibt es ja ein Voting, der nur über wenige Prozente einzelner Gegenstände entscheidet. Das würde die Community glücklich machen und ist relativ einfach zu realisieren für die Entwickler.

    • Phinphin 10. Februar 2014 at 09:07 - Reply

      Ich bin mir nicht sicher, ob es Piloten längerfristig glücklich macht, wenn die AA 5% weniger Schaden macht. ^^

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