Guardians of Ember Teil 2 – Die ersten 10 Stunden

Meine Testreihe zum Hack&Slay MMO „Guardians of Ember“ geht in die nächste, eher durchwachsene Phase. Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das Spiel so supertoll ist, dass ich mich kaum davon losreißen konnte. Gerade in den letzten beiden Stunden, hatte ich einen echten Hänger, aber ich habe die 10 Stunden Spielzeit mittlerweile geknackt und bin froh, dass ich nach dem kleinen Tief wieder fest im Sattel bin.

Artikelserie: Guardians of Ember
Teil 1 – Ersteindruck
Teil 2 – Die ersten 10 Stunden
Teil 3 – Zwischenfazit (folgt)
Teil 4 – Endgame & Abschlussfazit (folgt)

Problemkind: Server

Das Tief hatte auch eine besonderen Grund: Die Serverperformance. Damit meine ich noch nicht mal die häufiger auftretenden Lags, die ärgerlicherweise oft sofort zum Ableben des eigenen Charakters führen (sofern man gerade mitten im Kampf ist). Viel schlimmer empfand ich die hohen Latenzen bzw. die Verzögerung beim Kämpfen. Jeder angeklickte Skill wurde erst nach 2-3 Sekunden Verzögerung ausgelöst. Das führte nicht nur dazu, dass das ohnehin schon träge Kampfsystem noch träger wurde, sondern hatte auch das Problem, dass der Angriff oft erst dann ausgeführt wurde als der Gegner schon tot war.

Klingt jetzt erstmal nicht weiter tragisch, hatte aber zur Folge, dass meine Fernkämpferin aufgrunddessen direkt am toten Gegner vorbei in andere Gegnergruppen feuerte und diese dabei versehentlich anlockte. Da Guardians of Ember kein Wischwaschi-Spiel ist, bei dem man noch gemütlich nebenher Hackbraten zubereiten kann, sondern schon ein Gegner zuviel den Tod bedeuten könnte, bin ich aufgrund der Serverprobleme auch regelmäßig gestorben.

In den letzten Tagen hat sich die Serverperformance allerdings wieder sichtlich verbessert, wodurch die Kämpfe nicht mehr „sehr träge“, sondern nur noch „träge“ sind. Es bleibt aber trotzdem immer ein gewisser Nachgeschmack, wenn man genau weiß, dass man dem Server so hoffnungslos ausgeliefert ist.

Levelflow nicht vorhanden

Ich hatte ja bereits im vorigen Beitrag zum Thema die schlechte Präsentation und underdurchschnittliche Grafik angeschnitten. An beiden hat sich auch in höheren Stufen nicht wirklich was verändert. Das zieht sich vermutlich durchs ganze Spiel und ich erwarte da ehrlich gesagt auch keine Verbesserung. Eine Sprachausgabe – und sei sie nur auf Englisch – hätte hier echte Wunder gewirkt.

Was mir mittlerweile noch auffällt, ist die Tatsache, dass Questen alleine nicht ausreicht, um keine Levelnachteile enstehen zu lassen. Ich habe bisher jede Quest erledigt und bin bereits zwei Level hinter dem empfohlenen Level meiner nächsten Quest. Mir bleibt also nichts weiter übrig als entweder Gegner, die in der Landschaft rumstehen zu grinden oder ein paar Dungeons abzuklappern.

Da die Landschaft wirklich extrem schlauchförmig aufgebaut ist, gibts da ohnehin kaum etwas zu entdecken, sodass ich – wie die meisten anderen – eher in die Dungeons getrieben werde. Dort ist das Design noch schlimmer (noch schlauchigere Schlauchlevels) aber immerhin sind die Belohnungen dort wesentlich besser als an der Oberfläche.

Im nächsten Beitrag – dem Zwischenfazit kann ich hoffentlich ein bisschen mehr über die Dungeons und das Housing erzählen.

By | 2017-01-04T09:40:59+00:00 Dezember 27th, 2016|Videospiele|0 Comments

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Mittlerweile junge, süße 29 Jahre alt, immer auf der Suche nach dem perfekten Videospiel und tollen Blogs. Mag schwarzen / versauten Humor und freut sich über den Porno, der kürzlich mit Google Glass aufgenommen wurde.

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