Alles began mit Dune 2

Damals als kleiner Knirps bekam ich mit etwa 6 Jahren meine erste Spielekonsole. Ich kann mich ehrlich gesagt nur düster an diese Zeit erinnern, weil das jetzt doch schon ein Weilchen her ist. Woran ich mich gut erinnern kann: Dass mein Vater irgendwann anfang der 90er mit einer NES vor mir stand. Und ich fand das damals toll. Warum, weiß ich nicht mehr genau, aber ich denke, dass ich die Konsole schon aus der Werbung kannte.

Außer Mario Bros. hab ich allerdings nicht wirklich viel damit gespielt. Ich war vermutlich noch etwas zu klein. Der Funke sprang bei mir erst gut ein Jahr später über. Zu dem Zeitpunkt war ich oft bei Freunden der Familie, die selbst zwei Kinder hatten. Die waren zwar einige Jahre älter als ich, haben aber trotzdem oft mit mir gespielt. Irgendwann zeigten sie mir Dune 2 – mein erstes PC-Spiel. Und das fand ich richtig klasse. Ich hatte damals generell einen Faible für Militärzeug wie Panzer und Soldaten. Da kam Dune 2 gerade richtig.

Dune 2 – 1993

 

Damals war das ja generell noch etwas komplizierter mit den PC-Spielen. Mittlerweile war auch die SNES veröffentlicht auf der ich mich regelmäßig mit Zelda III ausgetobt habe. Aber auf dem PC musste man erst die Diskette einlegen und über einen MS-DOS Befehl die Diskette booten. Also nichts mit Doppelclick aufs Desktop Icon, weils noch keinen Desktop gab. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Und so konnte ich bereits mit 6 oder 7 Jahren mit DOS umgehen.

Zelda – A Link to the Past

Da ich noch keinen eigenen PC hatte, wollte ich deswegen früher regelmäßig zu den Freunden, um dort

Utopia – Creation of a Nation

weiter Dune spielen zu können. Das lies mit meiner eigenen SNES, die ich kurze Zeit darauf erhalten hatte, etwas nach. Auch auf der SNES habe ich ein Spiel besonders ins Herz geschlossen: Utopia: The Creation of a Nation. Wieder ein Echtzeistrategiespiel. Dieses Mal stand allerdings nicht der Krieg im Vordergrund – auch wenns den dort auch gab – sondern die Errichtung einer Stadt auf einem fremden Planeten. Das Spiel hatte damit sehr viel vom Sim City inklusive einiger besonderer Features wie Forschung. Inklusive klassischer Musik.

Bei einem Schulfreund in der dritten Klasse hatte ich dann regelmäßig Zugang zum PC und habe dort dutzende Stunden in Command and Conquer 1 verbracht. Blöderweise lief das Spiel nicht wirklich rund und stürzte meist nach 30-40 Spielminuten ab und die Savegames funktionierten auch nur selten. Weiter als bis zur dritten Mission haben wir es leider nie geschafft.

Im Dezember 1996 erhielt ich dann meinen ersten PC zu Weihnachten, inklusive Alarmstufe Rot 1. Das war ein damals noch sehr schneller Pentium 1 mit 133 mhz und 16mb Ram. Damit war ich der King in der Klasse, weil alle anderen nur einen 486er hatten. Darauf liefen zwar auch viele Titel wie GTA, Worms, Duke Nukem 3D oder Raptor: Call of the Shadows flüssig. Die mussten aber recht schnell nachrüsten.

Alarmstufe Rot 1

Das war damals echt ne tolle Zeit. Fast täglich kamen irgendwelchen neuen Spiele raus, die wir probegespielt haben. Es gab ja zahlreiche Demo oder Freeware Versionen auf Heft-CDs. Besonders gerne erinnere ich mich an Clonk. Kennt das jemand? Der Name sagt den meisten Lesern zwar nix, aber das Spiel war 1:1 Terraria. Erschien halt nur 17 Jahre früher.

Clonk

Spätestens mit der N64 und dem Internet hielt dann auch der Multiplayer Einzug in unseren Alltag. Einer meiner Freunde hat damals ums Millenium regelmäßig LAN-Parties veranstaltet. Da haben wir dann 48 Stunden lang Age of Empires, Starcraft, Unreal Tournament oder Command and Conquer gezockt, illegal Musik über Tauschbörsen wie LimeWire oder Kazaa Lite runtergeladen und munter Pornofilme (inklusive Sailor Moon Hentais) hin und hergetauscht.

Das waren dann so die ersten Schritte im Dauerzocken (und der Pornografie). Und gerade wenn man so viel Zeit mit Videospielen verbracht hat, lag es nur nahe früher oder später etwas darüber zu plaudern. Explizit danach gefragt hat Markus von Gaming Devil, der dazu eine Blogparade veranstaltet.

By | 2017-05-08T16:08:43+00:00 Mai 8th, 2017|Blogging, Persönliches und Politik, Videospiele|7 Comments

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Mittlerweile junge, süße 29 Jahre alt, immer auf der Suche nach dem perfekten Videospiel und tollen Blogs. Mag schwarzen / versauten Humor und freut sich über den Porno, der kürzlich mit Google Glass aufgenommen wurde.

7 Comments

  1. Gaming Devil 9. Mai 2017 at 11:47 - Reply

    Hey Sascha cooler Beitrag, an C & C kann ich mich auch noch erinnern, war ne coole Zeit.

    LG Der Gaming Devil

  2. Dennis 10. Mai 2017 at 12:27 - Reply

    Haha die LAN-Sessions und das Datentauschen! Sehr großer Wiedererkennungswert! Stundenlange AoE-Schlachten, Pizza/Döner und dazwischen Pornos tauschen 😉

  3. moep0r 10. Mai 2017 at 13:13 - Reply

    Achja, die gute alte Zeit als man auf LAN-Parties die kalte Pizza noch auf dem Röhremonitor warm halten konnte 😀

  4. toastkunst 11. Mai 2017 at 11:16 - Reply

    „Früher war halt alles besser.“ , werden jetzt wohl einige denken.
    So wird es der Generation Xbox One und PS4 in 15-20 Jahren auch gehen, wenn die Über-Next-Next-Gen’s erscheinen und die zukünftige PC K.I. nebenbei den Abwasch erledigt.

    Interessant finde ich bei den Rückblicken, wie sich die eigenen Anforderungen mit der Zeit an die Spieleindustrie verschieben.
    Die heutige Generation scheint unglaubliche Freude an PvP/E-Sports zu haben (CoD, BF, LoL, Overwatch, TF und Unmengen weiterer Spiele), weswegen die wirklich guten Singleplayer Titel, bis auf wenige Ausnahmen, kaum produziert zu werden scheinen und stattdessen immer ein Multiplayer eingefügt wird – siehe PC mit den unzähligen Survival/BaseBuild Titeln.
    Die eigentliche Geschichte wird als Beilage serviert oder direkt weggelassen – SW: Battlefront lässt grüßen.

    Grafik ist gut, aber für mich zählt mittlerweile eine gut durchdachte Geschichte oder interessante Charaktere, mit denen man eine gewisse Sympathie entwickeln kann (Lords of Shadow ging in die richtige Richtung, da mich seit SotN die Frage interessierte, warum wurde Gabriel Belmont erst zu Dracula – leider war dann Teil 2 ein Desaster. Gute Ansätze, aber eine eher durchschnittliche Umsetzung, wenn man Teil 1 im Vergleich hat).

    Das neue Prey hatte ebenfalls ein interessantes Konzept : Kopfgeldjäger, einem Planeten, auf dem sich verschiedene Außerirdische Rassen in einer Bar treffen und ein Sci-Fi-Futuristischer Stil, der eine Menge versprach.
    Letztendlich entschied sich Bethesda dann doch einen großen Schritt zurück zu den Anfängen zu gehen und ein SystemShock/Bioshock Nachfolger-Reboot-Hybrid mit ölig, schmierigen Aliens zu kreieren, welcher höchstwahrscheinlich nur Spielern mit einem Backtracking-Fetisch Freude bereiten kann/wird/soll.

    Nicht immer scheint daher der Schritt zurück sinnvoll zu sein.
    Wolfenstein und Doom haben mit modernen Elementen durchaus gezeigt, dass es sehr gut funktionieren kann.
    Um nicht völlig am Thema vorbei zu tippen : Einer der ersten Titel, der mich persönlich in den Bann zog, war TLoZ: A Link to the Past.
    Die Farben, der Grafikstil und natürlich das Abenteuer waren wirklich super umgesetzt – dass sich später Alt und Neu vertragen kann, zeigt sich im 3DS Ableger : TLoZ : A Link Between Worlds.
    Der Titel gleich seinem großen Bruder im Kern und verbindet zudem 3D-Elemente, die so ein neues Rätsel-Konzept ermöglichen.
    Außerdem gab es für mich die gute alte Zeit der Couch-Buddy Coop-Titel (z.B. Gears of War 1-3, Halo 1-3) und natürlich PC Coop-Titel (z.B. Die Gilde 1&2, Left4Dead), die teilweise noch immer, selbst nach über einem Jahrzehnt, unglaublich viel Spaß machen.

    Also falls du in 20 Jahren einen erneuten Rückblick deiner Zocker-Karriere zusammenfasst, wer weiß wie dann das Urteil oder die Erinnerung daran ausfällt?

    – toastkunst war’s

    • Phinphin 11. Mai 2017 at 15:42 - Reply

      Was mich an den meisten SP-Titeln stört ist die Tatsache, dass du die meist in 15-20 Stunden durchspielst und danach landen sie in der Ecke.
      Da sind Rollenspiele oder Simulationen wie Sims oder Planet Coaster die löbliche Ausnahme. Bei MP-Spielen bin ich meist 50-1000 Stunden beschäftigt. Da gefällt mir das Preis/Leistungsverhältnis besser als wenn ich mir für 60 Euro Prey hole und das dann an zwei Wochenenden durch habe.

      Battlefront 2 soll ja wieder eine Story-Kampagne haben. Das halte ich für solche storylastigen Titel auch wirklich sinnvoll.

      The Link Between Worlds habe ich auch. Fand den Teil wirklich großartig. Couch-Coop ist bei uns immer etwas schwierig, weil meine Frau nicht gerne Shooter spielt und sich bei Halo immer nur selbst mit den Granaten in die Luft gejagt hat. Aber immerhin hab ich ja jetzt Mario Kart 8 Deluxe für die Switch 😀

  5. Poly 18. Mai 2017 at 09:55 - Reply

    Das großartige Dune 2 war auch mein erstes RTS, aber ich habe damals die Version für das Mega Drive gespielt. An die Geräusche und Sprachausgabe kann ich mich bis heute erinnern 🙂 Wirklich schade, dass Westwood nicht mehr existiert.

    @SP-Titel sind mir zu kurz:
    Ich bin etwas überrascht, dass dir die Spielzeit derart wichtig ist, wo du doch inzwischen auch Vater bist und (vermutlich) entsprechend weniger Funtime hast. Viele ältere Spieler (also alle, die nicht mehr die viele Freizeit der Jugend genießen) finden es gerade gut, wenn die Spiele nicht übermäßig lang sind und sich auch mal an 2-3 Wochenenden durchspielen lassen.

    • Phinphin 18. Mai 2017 at 10:49 - Reply

      Mein Ziel ist es ja nicht möglichst viele Spiele innerhalb kürzester Zeit zu spielen, sondern möglichst lange Spaß an einem Spiel zu haben. Und da macht es dann auch nichts, wenn ich dafür mehrere Wochen oder Monate brauche, weil ich nur noch am Wochenende zum Spielen komme. Der Nachteil ist natürlich, dass man die Erfolge bzw den Fortschritt nicht mehr so schnell sieht.

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