Von Natur aus bin ich ein Mensch, der Problemen prinzipiell aus dem Weg geht. Den steinigen Weg zu meiden und stattdessen über die flauschige Blümchenwiese unter dem Regenbogen hüpfen – das ist meine Devise. Da ich recht bescheiden bin und auf vieles verzichten kann, klappt das meistens auch ganz gut.

Von Natur aus bin ich auch ein Mensch, der nicht gerne im Mittelpunkt steht. Ich war nie der Klassenclown, ich war auch nie der Klassenbeste. Kam mit allen gut klar. Als Kind wollte ich weder Astronaut noch Professor werden. Stattdessen kleine Brötchen backen. Nicht viele Umstände haben. Und das Leben genießen.

Jetzt, rückblickend gesehen, hat der Plan auch wunderbar funktioniert. Nur war der Plan halt scheiße. Ich hatte kein gutes Abi. Ich musste mein Studium aus finanziellen Gründen abbrechen. Und sitze jetzt, mit 27, neben 18 jährigen Kollegen in einer Ausbildung.

Es gab mal eine kurze Zeit, da fand ich das recht komisch. Habe mich sogar etwas dafür geschämt. Ich habe ja „schließlich bisher nichts handfestes erreicht“. Misst man Erfolg an finanziellen bzw. beruflichen Umständen, mag das zwar zutreffen. Misst man ihn aber an Erfahrungen, die jemand besitzt, schlage ich so ziemlich jeden, der den steinigen, direkten Normalweg gegangen ist.

Wer sonst kann schon behaupten, sich hervorragend in Publizistik und Geographie auszukennen? Mit HTML aufgewachsen zu sein, dutzende Vorträge gehalten und über 40 Homepages erstellt zu haben? Wer hat noch eine Eins auf seine wissenschaftliche Arbeit zum Panthersprung nach Agadir erhalten und gleichzeitig seinen 4. Level 80 Charakter bei WoW aufgelevelt?

Wer weiß wie es sich anfühlt mit Wissenschaftlern oder Ärzten zusammenzuarbeiten? Beim Jugendamt gearbeitet zu haben oder Jura Vorlesungen besucht zu haben. Wie es ist, wenn man Großkonzernen wie Vodafone mithilfe von StGB und BGB in die Schranken weist.

Wie man gute Fotos macht, die Reichweiten von Presseerzeugnissen erhöht, Statistiken auswertet, Finanzpläne erstellt und über den „Quartären Sektor“ referiert. Dabei mit 500 Euro zum Leben auskommt und mit fast 30 noch für Klassenarbeiten lernen muss.

Ja, so rückblickend betrachtet, muss ich schon sagen: …. Mein Plan war wirklich scheiße! …

Aber wenigstens ist der Blog gut. Meine Damen und Herren,  mein Name ist Phinphin.

Meinung meiner Frau:

Ich will euch da mal was erzählen. Es geht um diesen Typen, der hier diesen Blog betreibt. Das macht er ja schon eine ganze Weile seit 2011 um genau zu sein. Schon ne ziemliche Leistung durchweg am Ball zu bleiben. Das hat natürlich ganz klar was mit den Kommentaren und den netten Bloggerinnen und Bloggern zu tun, die er durch die Bloggerei kennengelernt hat. Geboren wurde er im Februar 1986. Der ruhige Junge begann schon früh mit seinen Freunden Konsolenspiele und dann auch Computerspiele zu zocken. 2007 lernte er seine Lieblingsspielpartnerin kennen, nämlich mich! Seitdem durchläuft er mit einer heilenden Begleitung jedes größere MMO und auch allerlei andere Spiele werden regelmäßig ausprobiert. Seit ein paar Jahren hält ebenfalls eine gewisse Gesellschaftskritik auf seinem Blog einzug.
 
Außerdem gab es 2015 eine riesen Veränderung in seinem Leben, denn ich schenkte ihm eine kleine, wunderbare Tochter. Die von Anfang an schon wusste wie man Papa um den Finger wickelt, aber auch wie man ihn auf die Palme bringt.
Im November 2016 wurde aus diesem Jungegesellen ein Ehemann.
Aber wem erzähle ich das? Das wisst ihr natürlich alles schon.