Neue Geschäftsidee!

Ihr erinnert euch vermutlich noch an meinen legendäre Geschäftsidee, einen Lieferservice für Fast-Food Ketten wie McDonalds und Co. zu gründen. Der Zug ist wohl mittlerweile abgefahren, da seit Februar ein solches Projekt in der Testphase ist. Auch wenn ich vielleicht wenigstens ein Dankeschön für den Ideen-Klau seitens McDonalds erhalten hätte, stellt es mich zufrieden, dass in Zukunft Millionen von Menschen aufgrund meiner Idee Burger essen können, ohne sich großartig vom Sofa bewegen zu müssen.In einigen Jahren sitzt ihr dann mit euren Kindern im Wohnzimmer, während euch eine Lieferdrohne euren BigMac anliefert und könnt dann zu euren Kindern schauen und sagen: „Hab ich euch schonmal die Geschichte erzählt, wie Phinphin das Fast-Food revolutioniert hat?“

Aber ein Genie, wäre ja kein Genie, wenn es in seinem Leben nur eine einzige schlaue Idee hätte. Deswegen hier gleich die nächste. Die wird zwar nicht ganz so viele Menschen glücklich machen, sondern eher in die Verzweiflung treiben, aber dafür könnt ihr alles bequem übers Internet, die Post und Telefon delegieren. Alles was ihr dazu braucht, ist ein gewisses Startkapital, einen guten riecher was Blogs betrifft und einen Anwalt. Besser wären allerdings mehrere Anwälte. Und diese dann auch festanstellen.

Meine Geschäftsidee lautet wie folgt:

  1. Durchstöbert das Netz nach halbwegs erfolgreichen Blogs, deren Blogadresse wie ein Markenname klingt. Also nicht: Paulas Fotoalbum, sondern Adressen wie Phinphins.de, Polygonien.de (alles Gute übrigens zum 2. Geburtstag) oder Fashion-Kitchen.com
  2. Überprüft ob sich auf dem Blog irgendwelche Hinweise auf eine gute Liquidtät des Inhabers befinden. Vielleicht fährt er einen Sportwagen oder baut gerade ein Haus. Wird der Blog von einem Minderjährigen betrieben oder einem armen Socken, wie mir, dann sucht euch schnell einen anderen Blog als Ziel.
  3. Überprüft ob der Blog eine gewisse Reichweite besitzt. Total unbekannte Blogs, die noch nichtmal eine eigene .de .com .org etc. Doman besitzen, könnt ihr getrost ignorieren. Ihr sucht schließlich bekannte, fleißige und einflussreiche Blogger, die ihren Blog schon seit Jahren aufbauen. Und nicht klein Thomas (8), der Fotos von seinem aus Kastanien gebastelten Dinosaurier online stellt.
  4. Überprüft ob der Blogger die Rechte an dem „Markennamen“, also der Blogadresse, besitzt. Phinphins ist z.B. noch keine eingetragene Marke.
  5. Ist der Markenname nicht vergeben, sichert euch sofort den Markennamen!
  6. Lasst dann euren Anwalt ein Schreiben aufsetzen, in dem ihr dem Bloginhaber das Recht der Verwendung „eures Markennamens“ untersagt. Dazu noch eine Unterlassungserklärung und fordert rückwirkend für jedes Jahr, in dem der Blog den Namen verwendet hat, 1200 €.
  7. Weigert sich der Blogger mit so dämlichen Argumenten, wie: „Meinen Blog / meinen Namen gibts schon seit 5 Jahren, du hast aber deine Marke erst vorgestern eintragen lassen“, dann zerrt den Blogger sofort vor Gericht.
  8. Was dann auf ihn wartet, ist ein Prozess, der über 20.000 Euro kosten wird (den er natürlich selbst zahlen muss, wenn er ihn verliert), unzählige schlaflose Nächte und Psychoterror vom Feinsten. Oder er einigt sich stattdessen auf einen Vergleich in Höhe von X-tausend Euro.
  9. Profit

Klingt unglaubwürdig und erbärmlich? Passiert aber so ähnlich gerade bei Fashion-Kitchen.

PS. Gronkh ist bereits markenrechtlich geschützt, also vergesst es.

By | 2015-08-27T10:56:37+00:00 März 24th, 2014|Blogging|5 Comments

About the Author:

Mittlerweile junge, süße 29 Jahre alt, immer auf der Suche nach dem perfekten Videospiel und tollen Blogs. Mag schwarzen / versauten Humor und freut sich über den Porno, der kürzlich mit Google Glass aufgenommen wurde.

5 Comments

  1. Poly 26. März 2014 at 13:47 - Reply

    Echt unfassbar, was für widerliche Anwälte es gibt. Auch super, dass man wohl mindestens 300 € hinblättern muss, wenn man einfach nur den Namen in DE schützen möchte. Das schüttelt doch jeder Blogger aus dem Ärmel.

    • Phinphin 28. März 2014 at 09:27 - Reply

      Eben. Und selbst wenn du dir deinen Namen sichern lässt, können das Unternehmen oft getrost ignorieren. Um zu klagen brauchst du schließlich wieder erst einmal Geld.

  2. Fashion Kitchen 28. März 2014 at 08:15 - Reply

    Danke für deinen Post und die Unterstützung!

  3. Ellen 19. April 2014 at 21:55 - Reply

    Ich find das mit Fashion Kitchen auch echt übel!

    Witzig, dass du Gronkh erwähnst. Da ich sowohl zu Hause als auch im Büro von ITlern umgeben bin ist meine „Nerdifizierung“ schon recht weit fortgeschritten… Eine Zeit lang hab ich mir ein „Let’s Play“ nach dem anderen angeschaut. OMG, ich bin ein Fan.

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